
Ein Explosionsunglück in Vogt sorgte heute für einen Großeinsatz von Rettungskräften. In einer Wohnung ist es zu einer Explosion gekommen, in deren Folge 4 Personen schwere Verbrennungen erlitten haben. Eine weitere Person musste mit Kreislaufbeschwerden in eine Klink gebracht wurden.
Um 17:26 ging auf der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Ravensburg die Meldung über eine Explosion in einem Wohngebäude in Vogt ein.
Umgehend wurden 4 Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber, der Führungsdienst des Rettungsdienstes (Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst) sowie die Schnelleinsatzgruppen aus Vogt und Ravensburg alarmiert.
Bereits 5 Minuten nach Notruf sind die ersten Rettungskräfte aus Vogt eingetroffen und haben an die Leitstelle die Lage gemeldet: „3 Schwerbrandverletzte eine Person vermisst“. Worauf zwei weitere Rettungshubschrauber zum Transport der Brandverletzten alarmiert wurden. Die Rettungsarbeiten wurden vor Ort von Prof. Dr. Ellinger als Leitender Notarzt und Hubertus C. Diemer als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst koordiniert. Die Schwerbrandverletzten wurden mit Rettungshubschraubern aus Friedrichshafen, Kempten und Reutte/Tirol in Spezialkliniken in Stuttgart, Tübingen und München geflogen.
Während der Rettungsarbeiten wurde über Notruf die vermisste Person gemeldet. Diese hatte den Unglücksort zunächst verlassen und sich dann von einem anderen Ort, ebenfalls schwerverletzt gemeldet. Sofort wurde von der Einsatzleitung vor Ort ein weiterer Notarzt und Rettungswagen zu dieser Person geschickt. Diese Person kam ebenfalls mit schweren Verbrennungen zunächst in das Elisabethenkrankenhaus nach Ravensburg, von wo sie später mit einem weiteren Rettungshubschrauber aus Ulm ebenfalls in eine Spezialklinik nach München verlegt werden musste.
Im Verlauf des Einsatzes musste eine weitere Person mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus nach Wangen gebracht werden.
Außerdem mussten vor Ort 3 Personen ambulant behandelt und 7 Personen durch die Kräfte des DRK psychisch betreut werden.
Nach Abschluss der Rettungsarbeiten vor Ort wurden ca. 20 Hausbewohner, sowie Angehörige der Verletzten vom Kriseninterventionsteam des DRK im DRK-Heim Vogt weiter betreut.
Alle Einsatzkräfte waren über den Verlauf des Einsatzes hoch zufrieden. Die Rettungsleitstelle wurde zur Bewältigung des Einsatzes sofort um 3 Mann verstärkt, so ist in einer organisatorischen Meisterleistung gelungen sofort ausreichend Rettungshubschrauber zu alarmieren und auch die entsprechenden Betten in Spezialkliniken zu finden, bereits eine Stunde nach dem Ereignis waren die Verletzten auf dem Weg in Spezialkliniken.
„Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, den Notärzten, den Hubschrauberbesatzungen, des DRK, und den Johannitern klappte super. Alle, egal ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, haben ihre bestes gegeben“ zieht Organisatorischer Leiter Diemer sein Fazit. „Schließlich wissen alle im Einsatz worauf es ankommt!“
Insgesamt waren im Einsatz:
1 Kommandowagen mit dem Leitenden Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst aus Ravensburg
2 Notarzteinsatzfahrzeuge aus Ravensburg und Wagen
3 Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen, Kempten und Reutte/Tirol
4 Rettungswagen aus Ravensburg, Kißlegg und Wangen (2 DRK, 2 Johanniter)
Die DRK Schnelleinsatzgruppe aus Vogt
1 Krankenwagen
1 Mannschaftswagen
und 9 Helfern
Die DRK Schnelleinsatzgruppe aus Ravensburg
1 Rettungswagen
2 Krankenwangen
1 Mannschaftswagen
1 Einsatzleitwagen
und 11 Helfern.
Zwei Kriseninterventionsteams aus Ravensburg und Wangen mit 7 Mitarbeitern
Gesamt: 14 Einsatzfahrzeuge, 3 Rettungshubschrauber, 41 Rettungskräfte von DRK, Oberschwabenklinik, JUH, DRF (Hubschrauber Friedrichshafen), Bundesministerium des Inneren (Hubschrauber Kempten), Air Rescue Austria (Hubschrauber Reutte).