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"Seien wir stolz auf uns"

45. Landesversammlung in Ravensburg

Bei der Landesversammlung am 20. September in der Oberschwabenhalle würdigte Innenminister Heribert Rech die Rolle des Roten Kreuzes für die Notfallvorsorge. Schatzmeister Dr. Eberhard Benz wurde nach 14 Jahren mit der Henry-Dunant-Medaille  verabschiedet.

 

Vor rund 500 Mitgliedern, Delegierten und Gästen sprachen in Ravensburg neben dem Baden-Württembergischen Innenminister auch der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Graf von Waldburg-Zeil und der Präsident des  badischen Landesverbandes dem DRK-Landesverband Baden-Württemberg Lob und Anerkennung für dessen Arbeit nicht nur in den vergangenen beiden Jahren aus. Innenminister Heribert Rech dankte in seiner Ansprache dem Roten Kreuz für die verlässliche Partnerschaft und betonte die große Bedeutung des Roten Kreuzes für das Notfallvorsorgesystem in Baden-Württemberg. Der Minister würdigte die gute Zusammenarbeit bei der Erarbeitung neuer Konzepte für den Bevölkerungsschutz. Er kündigte an, dass an einer Reduzierung der Einsatzeinheiten kein Weg vorbei gehe. Zugleich werde sich aber die Notwendigkeit höherer Finanzmittel auch in Haushalt des Landes niederschlagen. Darüber hinaus fand Rech lobende Worte für den Suchdienst des Roten Kreuzes. Die Kreisauskunftsbüros hätten sich mit neuer Software und moderner Technik fit gemacht für ihre Aufgaben.

Graf Waldburg lobte neben der vorbildlichen Verbreitungsarbeit mit der Teinacher Tagung auch die Arbeit des Landesverbandes in der Bundestarifgemeinschaft.

 

Zuvor hatte Präsident Dr. Lorenz Menz in seinem Rechenschaftsbericht an die Landesregierung appelliert, die nötigen Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro für den Bevölkerungsschutz im Lande bereit zu stellen. Er wies auf die Bedeutung und den hohen Stellenwert des Ehrenamtes hin. „Im Katastrophenschutz sind und bleiben wir ein unverzichtbarer Pfeiler“, so der Präsident. Aber auch darüber hinaus sei dieses Engagement unverzichtbar. Er betonte die hohe Qualität des Rettungsdienstes und die Anstrengungen, die Einhaltung der Hilfsfrist zu verbessern. Zum wiederholten Male erinnerte Dr. Menz an die Diskrepanz zwischen den steigenden Kosten und den von den Krankenkassen erhaltenen Finanzmittel. Allerdings sei zum ersten Mal mit den Kassen eine flächendeckende Steigerung des Budgets für den Rettungsdienst vereinbart worden.

Er würdigte die erfolgreiche Jugendarbeit genauso wie die ausgeweiteten Angebote in der Sozialarbeit. Sein Appell galt der Er forderte eine bessere Kooperation im DRK zwischen den einzelnen Verbänden ein. An einer gedeihlichen Zusammenarbeit von Ehrenamt und Hauptamt gehe kein Weg vorbei.

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Nach 14 Jahren verabschiedete sich Schatzmeister Dr. Eberhard Benz von den Delegierten mit einem positiven Bericht zur Finanzlage des Landesverbandes. Es gebe keine Risiken, die nicht aus eigenen Kräften bewältigt werden könnten. Daraufhin entlasteten die Delegierten das Präsidium des Landesverbandes für die Rechnungsjahre 2006 und 2007.

Präsident Dr. Menz dankte dem scheidenden Schatzmeister, der wenige Tage zuvor seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte. Er würdigte dessen Verdienste für das Rote Kreuz. Insgesamt wirkte Dr. benz 39 Jahre als Mitglied des Finanzausschusses des Landesverbandes und seit 2004 auch im Finazausschuss des Bundesverbandes.

 

Präsident Dr. Menz  ehrte den ehemaligen Sprecher des Vorstandes der Badenwerk AG für dessen große Verdienste mit der Henry-Dunant-Plakette: " Sie waren bei aller Klarheit, Nüchternheit und Kompetenz nie ein bloßer Finanztechniker. Sie haben das Rotkreuz-Herz auf dem rechten Fleck."

Dr. Benz bedankte sich in der für ihn gewohnten Weise: geradeaus, klar, knapp: "Ich bin gerührt. Eins ist mir wichtig: Die weltumspannende Idee und Hilfeleistung des Roten Kreuzes. Das ist eine großartige Leistung. Seien wir stolz auf uns."

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Die Kreisverbände Ravensburg und Wangen hatten an der gelungenen Organisation der Landesversammlung einen großen Anteil. Im Rahmen einer Fahrzeugschau vor der Halle erhielten die angereisten Delegierten nach der Veranstaltung einen kostenlosen Imbiss für die teils stundenlange Heimfahrt.

 

Udo Bangerter