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DRK und Feuerwehr Ravensburg beim Natogipfel

Einsätzkräfte der DRK Bereitschaft Ravensburg der Feuerwehr Ravensburg sowie elf Notärzte der Oberschwabenklinik beteiligten sich am Natogipfel in Baden-Baden.

Ravensburgs Stadtbrandmeister Claus Erb, verantwortlich für den Ablauf: „126 ehrenamtliche Ravensburger Einsatzkräfte mit 27 Fahrzeugen von Feuerwehr und DRK-Rettungsdienst Ravensburg haben am vergangenen Freitag gegen 03:00 Uhr die Fahrt nach Baden-Baden zum Natogipfel angetreten“. Gemeinsam mit den Kollegen der Feuerwehren Biberach, Winterlingen und Pfullingen sowie des Gefahrgutzugs Allgäu wurde in den frühen Morgenstunden der Bereitstellungsraum beim Technischen Hilfswerk (THW) in Gaggenau eingenommen. Am Samstagvormittag erfolgte eine Verlegung nach Kehl.

 

Vorgegebener Aufgabenschwerpunkt der eingesetzten Kräfte war die Versorgung von kontaminierten Patienten. Beispielsweise durch Schädigung von Tränengas. Die Auftragserteilung durch das Innenministerium kam nicht von ungefähr. Erste Erfahrungen bei Großereignissen wurden bereits 2006 bei der Fußball-Weltmeisterschaft gesammelt. Ebenso wie damals auch diesmal wieder im Einsatz der 11 Tonnen schwere Abrollbehälter „Massenanfall von Verletzten“ (MANV). Ausgestattet mit medizinischem Gerät und Technik zur Versorgung von bis zu 50 Personen in Zelten.

Es handelt sich um ein zeitgemäßes Rettungsmittel. Der Transport erfolgt auf einem Trägerfahrzeug der Feuerwehr Ravensburg. Mittlerweile kann von einer gut eingespielten Truppe ausgegangen werden. Vom DRK Ravensburg wird das gesamte nichtärztliche Personal gestellt. Insgesamt sind für den Betrieb des AB-MANV 37 Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Sanitätshelfer notwendig. Außerdem waren zwei Einsatzkräfte zur psychosozialen Versorgung anwesend. Zum Transport der DRK Mannschaft wurden 9 Einsatzfahrzeuge eingesetzt. 

 

Mehrere Monate wurde sich auf die neue gestellte Aufgabe vorbereitet. Alfred Bosch (DRK Ravensburg), ebenfalls mit der Organisation befasst: „Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Ravensburg haben beim DRK eine Sanitätsausbildung absolviert. Ein unbedingtes Muss“. Gemeinsam haben alle beteiligten Organisationen mehrmals intensiv an verschiedenen Standorten die Zusammenarbeit sowie den Aufbau des MANV mit Einrichtung von Dekontaminationsstellen geübt. Die Rückkehr der Einheiten erfolgte am Sonntag gegen 01:00 Uhr. Sie waren gut vorbereitet, kamen aber glücklicherweise nicht zum Einsatz. Fazit der Beteiligten: „ Ein unvergessliches Erlebnis bei einem historischen Ereignis. Tage vorher war bereits Kreisbrandmeister Oliver Surbeck  zum Lagezentrum ins Regierungspräsidium Karlsruhe abgeordnet worden. Seine Einschätzung: „Wegen der Ausschreitungen im fünf Kilometer entfernten Straßburg war die Lage angespannt. Jederzeit hätte die Einheit zum Einsatz kommen können“ 

 

 

nato_2009 
Eine imposante Kulisse stellten die 126 Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr Ravensburg dar. Geordnet standen die Fahrzeuge im Bereitstellungsraum Kehl anlässlich des Natogipfels in baden-Baden