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Personalie

Gerhard Krayss -    neuer DRK Kreisgeschäftsführer
Neuer Geschäftsführer im Kreisverband Ravensburg e.V.
Es ist erst zwölf Jahre her, als er in Ravensburg sein Abitur ablegte. Jetzt hat Gerhard Krayss als Deutschlands jüngster Inhaber eines solchen Amtes die Nachfolge von DRK-Kreisgeschäftsführer Hubertus C. Diemer angetreten, der eine neue Aufgabe in Potsdam übernommen hat.
Als der DRK-Kreisverband Ravensburg unter dem Vorsitz von Rechtsanwältin Silke Reitsam-Surbeck zu Beginn des Jahres die Stelle an der Spitze der Kreisgeschäftsstelle neu ausschrieb, ahnte noch keiner, dass die Wahl nicht nur auf einen geborenen Ravensburger, sondern auch auf einen Bewerber fallen würde, der trotz seiner noch jungen Jahre ein so hohes Maß an organisatorischen Erfahrungen und fachlicher Kompetenz mitbringt.
Als größte Wohlfahrtsorganisation des Landkreises, die – gegliedert in zehn Ortsverbände – 65 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, von rund 13 000 Fördermitgliedern unterstützt wird und in der sich 900 Menschen ehrenamtlich engagieren, suchte man eine neue Führungskraft, die sich nicht nur mit den elementaren Zielen des Deutschen Roten Kreuzes im Verbund der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung identifiziert. Vielmehr musste eine Persönlichkeit gefunden werden, bei der die Koordinierung und Weiterentwicklung der Einsatzdienste, dem Zivil- und Katastrophenschutz, der sozialen Dienste für Senioren, der Migrations- und Tafelarbeit und der Betrieb der Kindertagesstätten in guten Händen liegt, die die Ausbildungsarbeit fortentwickelt, die Kooperation mit den kommunalen und privaten Einrichtungen aufrechterhält und stärkt sowie, nicht zuletzt, dafür Sorge trägt, dass der Kreisverband auch künftig auf einem sicheren wirtschaftlich-finanziellen Fundament steht. Dass hierbei auch Verhandlungsgeschick, Durchsetzungskraft und Einfühlsamkeit im Umgang mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Prägung zur personalen „Grundausrüstung“ gehören müssen, versteht sich von selbst.
Gerhard Krayss hat schon früh begonnen, sich sozial zu engagieren und intensive Projektarbeit zu betreiben. Im Rahmen vielfältiger Jugendarbeit baute er das Schülercafé in der Edith-Stein-Schule mit auf. Er war Vorsitzender des Stadtjugendrings und Vorstandsmitglied des Kreisjugendrings in Ravensburg und setzte sich seit Anfang der neunziger Jahre als Mitglied des DRK-Ortsvereins Ravensburg unter anderem für den Aufbau von Jugendrotkreuz- und Schulsanitätsgruppen ein. Nach seiner Schulzeit in Ravensburg absolvierte er seinen Zivildienst beim DRK-Rettungsdienst in Wangen. Er studierte Sozialökonomie und Kulturwissenschaft in Thüringen und Irland. Während seines vierjährigen Studiums der Sozialökonomie an der Hochschule Nordhausen widmete er sich in der thüringischen Landesgeschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) der Altenhilfe, wirkte im Ressort „Strategische Personalentwicklung“ der Stiftung Liebenau mit und gehörte, als studentische Hilfskraft, zu den Verfassern eines Forschungsberichtes über integriertes Regionalmanagement.Nach seinem Studium arbeitete er als Projektmanager bei der Stiftung Liebenau, dort wirkte er maßgeblich an der Konzeption und Gründung der Bürgerstiftungen in Eriskirch und Oberteuringen mit, deren Ziel eine nachhaltige Finanzierung von Stadtteilarbeit und Formen des Zusammenlebens mehrerer Generationen ist. Vor rund vier Jahren bot ihm die international renommierte Bertelsmann Stiftung in Gütersloh die Leitung des Netzwerkprojekts „Soziales neu gestalten“ (SONG) an. Im Zentrum dieses Projekts stehen neue Wohnformen im Alter, die Entwicklung von Anreizstrukturen und politische Rahmenbedingungen für die Gestaltung gemeinwesenorientierter Quartiersprojekte. Es gelang, hierfür sechs große Akteure der Sozialwirtschaft an einen Tisch zu bringen, und im Verlaufe dieser Arbeit avancierte Gerhard Krayss auch zu einem Berater der Bundesregierung. Trotz seines vielfältigen Engagements war er dem Roten Kreuz als Bildungsreferent an der Landesschule treu geblieben.Danach gefragt, welche Ziele er als neuer DRK-Kreisgeschäftsführer verfolgt, vermeidet Gerhard Krayss allzu große Voraussagen und übt sich in Bescheidenheit. Er möchte, sagt er, zu einem guten Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen beitragen, die Rahmenbedingungen für die Rotkreuzarbeit festigen und ausbauen, für eine effiziente, tragfähige Verbandspolitik sorgen und, natürlich, die wirtschaftliche Basis des Kreisverbandes sichern. Er gehe mit sehr großer Motivation an die Zukunftsgestaltung heran. Mit Sicherheit wird die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Ravensburg schon bald durch seine Handschrift geprägt sein.