Integrationsarbeit
Neues Kindergartenprojekt gestartet: Sprachförderung gemeinsam erleben
Sprachförderung gemeinsam erleben – ein neues Projekt für Eltern und Kinder im DRK-Kindergarten Abenteuerland in Aulendorf Mit strahlenden Kinderaugen sitzen die Kinder in der Rot-Kreuz-Kindertageseinrichtung „Abenteuerland“ in Aulendorf im Kreis neben ihren Müttern und Omas, ein Kind hat auch seinen Papa mitgebracht. Die Kinder sind stolz darauf, dass sie mit ihren Eltern im Kindergarten gemeinsam spielen können. Dies ist ein Teil der Zielsetzung des Projektes „Sprachförderung gemeinsam erleben“, das finanziell von der Glücksspirale unterstützt wird. Eltern und Kinder sollen gemeinsam füreinander Zeit haben und die Beziehungen zwischen Eltern und Kinder können sich so intensivieren. Der Spielnachmittag bietet die Gelegenheit die Sprachentwicklung auf unterschiedliche Art und Weise anzuregen, so kann sich die Freude am Sprechen entfalten. Die Themen für die Spielnachmittage kommen sowohl aus der Sprachförderung, als auch aus den alltäglichen Angeboten des Kindergartens und können deshalb auch im häuslichen Rahmen umgesetzt werden. Während der Nachmittage finden die Eltern die Zeit, das Verhalten und den Entwicklungsstand ihres Kindes zu beobachten. Außerdem lernen sich die Eltern auch gegenseitig besser kennen, so dass neue Freundschaften sowohl unter den Kindern als auch unter den Eltern geschlossen werden können. Deutsche und russisch sprechende Eltern und Kinder finden so auch außerhalb des Kindergartens schneller Kontakt, was der Integration durchaus förderlich ist.„Im Zentrum unserer Spielnachmittage steht natürlich immer die Sprache“, erklärt Heilpädagogin und Sprachtrainerin beim DRK Karin Kappeler-Zintl. So gibt es Sprachspiele in allen Variationen, Singspiele, Fingerspiele, Kniereiterspiele, oder Wahrnehmungsspiele auf dem Rücken der Kinder, bei denen die Eltern mit dem Finger auf den Rücken malen. Ein weiterer Themenschwerpunkt wird das gemeinsame Herstellen eines Bilderbuches sein, das in zwei Sprachen verfasst wird. Daraus könnte dann auch ein sogenanntes „Bilderbuchkino“ entstehen, das dann zweisprachig vorgelesen werden kann. So kann das Interesse der Kinder an Büchern geweckt werden. Unterstützt wird das Integrationsprojekt auch von einer Erzieherin, die sowohl die deutsche als auch die russische Sprache beherrscht. „Integration ist eine der wichtigsten Herausforderungen und eine Zukunftsaufgabe für die Kommune“, so Klaus Wekenmann. Darum hat der Zunftmeister aus Aulendorf sehr gerne die Patenschaft für das Sprachprojekt übernommen. Seit vielen Jahren unterstützt er bereits den Kindergarten Abenteuerland.„Der Schlüssel für die erfolgreiche Integration von Zuwanderern ist ihre Partizipation an der Aufnahmegesellschaft, sowie der Ansatz bereits im frühkindlichen Alter zu beginnen“ ergänzt Gerhard Krayss, Geschäftsführer vom Roten Kreuz im Kreis Ravensburg.Mit unseren anvisierten Zielen möchten wir selbst Brückenbauer sein aber auch neue Brückenbauer für eine gelungene Integration finden und stark machen.