
Bernd Märkle
Leiter Rettungshunde
Tel: 0172 / 975 67 17
Fax: 0751 / 560 61-49
Rettungshunde
werden eingesetzt, um vermisste Menschen in Lebensgefahr aufzuspüren. Hierzu
gehören z.B. ältere oder behinderte Menschen ohne Orientierung, Kinder die sich
verlaufen haben, Unfallopfer die im Schockzustand hilflos umherirren oder
suizidgefährdete Menschen.
In diesen Situationen ist es besonders wichtig, ein großes Gebiet so schnell wie möglich abzusuchen. Der Einsatz von Rettungshunden hat sich hierbei als sehr effektiv herausgestellt. Weder schlechte Wetterverhältnisse, Dunkelheit oder unwegsames Gelände behindern Rettungshunde bei ihrer Suche.
Dank seines
ausgeprägten Geruchsinns kann ein Rettungshund auch noch in sehr großer
Entfernung von einem Menschen Witterung aufnehmen. Hierdurch werden wertvolle
Minuten gewonnen, die im Notfall über Leben und Tod entscheiden können.
Um ein Waldgebiet von 50x100 Metern abzusuchen braucht ein Rettungshund ca. 2-3 Minuten!
Die Hundeführer gehen mit den Rettungshunden systematisch durch das Suchgelände. Hat der Hund eine menschliche Witterung aufgenommen, so führt er seinen Hundeführer zielstrebig zu der gefundenen Person. Jetzt beginnt die Erstversorgung durch den Hundeführer, bis die angeforderten Rettungskräfte eintreffen.
Um den
gestellten Anforderungen gerecht zu werden, durchlaufen Rettungshund und
Rettungshundeführer eine zweijährige Ausbildung. Hierbei
wird dem Rettungshundeführer Wissen in Erster Hilfe, Einsatztaktik, Karten-,
Kompass- und Funkkunde vermittelt. Gleichzeitig wird sein Hund in Gehorsam,
Gerätearbeit und in der Flächensuche geschult.
Der Hund lernt z. B. durch einen dunklen Tunnel, über eine Leiter oder über einen sich bewegenden und ungewohnten Untergrund zu gehen. Denn es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen der Hund mit solchen Gegebenheiten konfrontiert wird.
Die Arbeit mit den Rettungshunden ist sehr zeitintensiv. Auch nach der zweijährigen Ausbildungszeit trifft sich die gesamte Staffel zwei mal pro Woche zum Training. Somit wird gewährleistet, dass Hund und Führer jederzeit ein perfektes Team bilden. Nur durch eine enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und Hund kann eine maximale Leistung erzielt und Leben gerettet werden.
Doch nicht
jeder mittelgroße bis große Hund eignet sich zum Rettungshund. Hierfür müssen
bestimmte Vorraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem ein
menschenfreundliches Wesen und ein ausgeglichener Charakter. Auch Ruhe und
Gelassenheit gegenüber Artgenossen ist sehr wichtig. Aggressive Hunde oder
Hunde mit Jagdtrieb sind auszuschließen.Die Rasse der Hunde hingegen spielt
keine Rolle.
Die Rettungshundestaffel ist Tag und Nacht an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit. Sie hilft schnell, unbürokratisch, ehrenamtlich und grundsätzlich kostenlos.